Geschrieben von am 20.09.2015 in Allgemein | 2 Kommentare

Freifunk für Flüchtlinge #RefugeesWelcome

Freifunk für Flüchtlinge #RefugeesWelcome

Flüchtlinge benötigen nicht nur Kleidung und Nahrung, sondern auch Internet-Zugang, um Kontakt miteinander und in die Heimat zu halten. Kirchengemeinden und auch Privatpersonen können dabei helfen und ihr WLAN über Freifunk zur Verfügung stellen.

Um sein WLAN per Freifunk zu öffnen, benötigt man einen handelsüblichen Router in der 20 Euro-Preisklasse, maximal eine halbe Stunde Zeit für die Installation und rund 10-20 Euro Stromkosten im Jahr – erklärt Jochim Selzer, der der Gruppe Freifunk Köln, Bonn und Umgebung angehört, auf dem Barcamp Kirche Online.

In seiner Präsentation auf dem Barcamp zeigt Jochim Selzer auf einer Freifunk-Karte, wie auch Gemeinden ihre Kirchtüme für Freifunk zur Verfügung stellen, um per Richtfunk verschiedene Freifunk-WLAN-Zellen miteinander zu verbinden. Gerade für Flüchtlinge sei Freifunk eine gute Möglichkeit, Online-Zugang zu erhalten.

In seinem Vortrag weist Jochim Selzer darauf hin, dass die Frage der Störerhaftung bei Freifunk noch nicht abschließend geklärt sei, wer Freifunk bereitstellt, befinde sich in einer rechtlichen Grauzone. Aber die Freifunk-Initative stelle durch technische Maßnahmen sicher, dass keine Rückverfolgung von Internet-Abrufen zur eigenen Freifunkzelle möglich ist. Durch diese Technik werde die Störerhaftung umgangen.

Von der Barcamp-Session zu Freifunk gibt es einen Video-Mitschnitt und die Präsentationsfolien.

 

 

 

Ralf Peter Reimann
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2 Kommentare

  1. Update: Die Freifunker Köln/Bonn arbeiten gerade an einem „Gestattungsvertrag auf Widerruf“, der sich evt. zu einem Muster auch für andere entwicklen könnte. So würde es möglich, rechtssicher und zeitnah auch in Flüchtlingsunterkünften Internet über Freifunk zur Verfügung zu stellen.

  2. Eine klasse Initiative, die Kirchenämter und kirchliche Einrichtungen (Diakonie) für sich prüfen sollten.